Rückblick Kindererholung

28 Kinder aus der Region um Tschernobyl konnten in diesem Jahr zusammen mit 2 Betreuerinnen ins Saarland eingeladen werden. Müde und erschöpft kamen sie nach langer Fahrt am Samstag, den 14. Juli an der Barbarahalle in Püttlingen an.

24 Gastelternpaare waren gekommen, um dort „ihr“ Kind oder „ihre“ Kinder zu empfangen.

Nachdem sich Kinder und Gastfamilien gefunden hatten und das Gepäck aus dem Bus geladen war, fuhr man schnell nach Hause, wo die Jungen und Mädchen sich ausruhen konnten. Schließlich erwartete sie in den folgenden Wochen ein tolles Programm.

Fast jeden 2. Tag gab es Einladungen oder eine Veranstaltung, organisiert vom Verein „Kinder von Tschernobyl“. Es begann mit der Kleiderbörse, wo die kleinen Gäste sich schon mal neu einkleiden konnten. Wie immer wurde dafür das Vereinshaus des Vogelschutzvereins in der Sellerbacher Humes ausgesucht, wo auch zum 1.mal gemeinsam gegrillt wurde.

Es folgten ein Ausflug zum Bostalsee mit Bootsfahrt. Das Fitness – Studio Frank Riemer lud zum kostenlosen Training unter fachlicher Anleitung ein. Auch hier wurden die Gäste aufs Beste beköstigt.

Eine Tagesfahrt in den Waligator Park in Metz war mit Sicherheit der Höhepunkt der Ferien. Freien Eintritt hatten die kleinen Gäste auch an einem Tag ins Spaßbad Calypso. Nach der Besichtigung der Friedenkirche in Saarbrücken lud der Verein noch zu einer Bootsfahrt auf der Saar ein. Die Naturfreunde Kirchheck überraschten spontan mit Grillzeug und Salaten auf Ihrem Gelände. Das größte Event war wie immer das Sommerfest in den Anlagen der Edelweißhütte in Püttlingen. Dr. Engel aus Niedaltdorf organisierte auch während dieser Kindererholung einen Nachmittag voller Überraschungen. Der Kinderschutzbund nahm alle mit in den Neunkircher Zoo. Anschließend spendete der Marktleiter des REWE – Marktes Püttlingen Currywurst und Salate. Den Abschluss bildete der Besuch im Naturpark Kallenborn. Bei gegrillten Schaschlikspießen fanden sich zum letzten Mal alle Gastfamilien mit Kindern gemütlich zusammen. Leider musste hier auch über die Rückfahrt gesprochen werden.

Zwischen den geplanten Veranstaltungen trafen sich alle Teilnehmer auch privat oder sorgten für Events mit Verwandten und Nachbarn.

Am 5. August stand der Bus dann wieder zur Rückfahrt nach Weißrussland bereit. Genau 22 Tage liegen jetzt zwischen Ankunft und Rückfahrt von 28 Kindern aus dem Raum um Tschernobyl, die bei Gasteltern in dieser Zeit eine Familie gefunden hatten. 22 Tage, die das leben der Kinder und vielleicht auch der Gasteltern bereichert haben. Gebräunte, gut erholte kleine Gesichter nahmen teils tränenreich Abschied von Familien, wo auch schon mal eine Träne unterdrückt wurde. Viele hoffen auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.

Hilde Holzer

August 2011