Konvois 2005

Herbstkonvoi erfolgreich durchgeführt

In der Zeit vom 28.09. bis 08.10.2005 waren fünf Mitglieder des Vereins Kinder von Tschernobyl mit dem zweiten Hilfskonvoi 2005 nach Shitkowitschi unterwegs. Nachdem es beim Beladen des LKW schon zu Verzögerungen gekommen war, weil der Spediteur den LKW nicht zum vereinbarten Termin bereitgestellt hatte, hat sich auch die Verzollung in Weißrussland um einen Tag verzögert. Nach Russland wurden u.a. private Hilfsgüter im Wert von 3.895,00€ sowie weitere Hilfsgüter im Werte von 6.254,00€ transportiert.

Die Verteilung der Güter vor Ort und auch im Umland konnte problemlos - durch die Mithilfe unserer russischen Freunde - durchgeführt werden. Die Ausgabe der Pakete in Shitkowitschi wurde durch Zollformalitäten etwas verzögert, ist aber wie immer durch unseren Partnerverein gut abgewickelt worden.

Besuch der Schule in Ljudenewitschi

Bereits im Frühjahr hatten die Konvoiteilnehmer des Frühjahrskonvois die Schule in Ljudenewitschi besucht und dabei Wünsche der Schulleitung nach Fuß- und Basketbällen entgegengenommen. Nun konnten mehrere Bälle sowie ein Basketballkorb der Schule übergeben werden. Die Kinder der Schule hatten eigens für die Konvoiteilnehmer ein Konzert vorbereitet. Verschiedene Gruppen der Schule haben mit Gesangsdarbietungen die Konvoiteilnehmer aus dem Saarland erfreut. Bei einer Besichtigung der Schule mit dem neuen Schulleiter, der erst seit September für die Schule zuständig ist, wurden uns die Funktionsräume gezeigt. Die Schule verfügt über einen Computerraum mit 8 Computern, für die es aber keine geeigneten PC-Tische gibt. Auch gibt es einen einfach eingerichteten Werkraum, in dem hauptsächlich Holzarbeiten durchgeführt werden. Es sind nur einfache Werkzeuge vorhanden, die auch nicht mehr in bestem Zustand sind. Der Schulleiter bat um Unterstützung. Die Schule wird von 280 Schülern aus insgesamt 13 umliegenden Dörfern besucht. Normalerweise werden die Kinder mit einem Schulbus gefahren. Zur Zeit kann der Bus jedoch nicht fahren, weil kein Geld für Treibstoff zur Verfügung steht. Deshalb fehlt auch die Hälfte der Schüler im Unterricht. Spontan haben wir dem Schulleiter eine Spende von 100,-- Euro für Treibstoff überreicht. Selbstverständlich haben auch Sie die Möglichkeit zu spenden. Die Spendenadresse finden Sie im Internet.

Besuch des Feriencamps in Jurkewitschi

Mit der Bürgermeisterin haben wir das Feriencamp in Jurkewitschi besucht.

Für das Camp hatten wir während des Frühjahrskonvois bereits verschiedene Farben mitgenommen. Hier konnten wir uns von der Verwendung der Farben überzeugen. Für die Brandsicherheit wurde eine Feuerwehrpumpe mit Zubehör, die von der Feuerwehr Bliesransbach gestiftet wurde, nach Jurkewitschi transportiert.

Die Unterkünfte in dem Feriencamp sind sehr einfach eingerichtet. In den einzelnen Zimmern, teilweise für bis zu 8 Kindern, sind nur Betten vorhanden. Stühle, Tische und Schränke gibt es nicht. Auch die Installationen (elektrische und sanitäre) müssen dringend erneuert werden.

Auf der Rückfahrt durch Jurkewitschi wurde uns ein leerstehender Kindergarten in Jurkewitschi, der wegen durchzuführender Renovierungsmaßnahmen zur Zeit nicht genutzt werden kann, gezeigt.. Die Gebäudesubstanz sei noch in Ordnung, nur die Installationen (elektrische und sanitäre) müssen erneuert werden. Ein Engagement lohnt sich hier auf jeden Fall, da es die angespannte Situation der Kinderunterbringung erheblich entspannen würde.

In den nächsten Wochen wird sich der Vorstand des Vereins -Kinder von Tschernobyl- mit diesem Thema befassen.

Gottfried Holzer

Oktober 2005