Konvoi 18.10.2002 bis 27.10.2002

In der Zeit vom 18. bis 27.10.2002 haben wir wieder einen Konvoi nach Weißrussland gefahren, der in vielerlei Hinsicht ein Erfolg war.

Dieses Mal fuhren wir zwar nur mit einem 40 to-LKW und einem kleinen Begleitbus; aber – und das war das Besondere an diesem Konvoi - wir überführten eine Feuerwehrwagen, d.h. einen M.A.N - Löschwagen mit Pumpe, Schläuchen und einem 2400 l-Tank. Das Fahrzeug wurde schon 1972 in Dienst gestellt, hatte aber lediglich eine Kilometerleistung von 24.000 km.

Feuerwehrwagen aus SpeyerDer technische und optische Zustand dieses Feuerlöschfahrzeuges war – wie könnte es anders sein – erstklassig, wie man es eben von deutschen Feuerwehren gewöhnt ist. Als besonderes Zubehör sei noch ein Sprungring erwähnt, der es erlaubt, Menschen, die sich aus dem 3. oder 4. Stockwerk eines Hauses retten müssen, aufzufangen.

Übergabe des FahrzeugesDie Freude und die Bewunderung über diese großzügige Spende war nicht nur bei den aktiven Feuerwehrleuten deutlich zu spüren, sondern auch bei der gesamten Verwaltung. Die Schenkungs-Urkunde zeigt, dass das Fahrzeug vor Ort übergeben wurde.

Jeder, der diese Zeilen ließt wird sich natürlich fragen, wer spendet denn schon einen Feuerwehrwagen?

Dieses organisatorische Kunststück hat unser Mitglied und aktiver Rußlandfahrer Klaus Neubauer aus Speyer vollbracht. Klaus Neubauer ist seit über 20 Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr in Speyer tätig und war natürlich sofort am Ball als er hörte, daß ein Löschfahrzeug ausrangiert werden sollte .Der Rest war Engagement für eine gute Sache.

Bei der Übergabe im Rahmen eines kleinen Festaktes nahmen teil – der Oberbürgermeister von Shitkowitschi, Herr Sawitzki, der zweite Vorsitzende unseres Vereins, Rudolf Wenzel, unser Mitglied, Klaus Neubauer, der führende Offizier der Feuerwehren im gesamten Gomelgebiet sowie der Führer der Feuerwehr Shitkowitschi.

Für uns als Konvoiteilnehmer waren die Reaktionen der russischen Feuerwehrleute amüsant als sie hörten, dieses Fahrzeug gehörte einmal einer „freiwilligen“ Feuerwehr. Das Wort „freiwillig“ ist für alle Russen im Zusammenhang mit Feuerwehren ein absolutes Fremdwort. Überhaupt sind ehrenamtliche Tätigkeiten, soweit wir dies feststellen konnten , nicht sichtbar.