Püttlingen als weltoffene Stadt kennen gelernt

"Über Internet könnt Ihr mit unserer Stadt auch in Zukunft verbunden bleiben und verfolgen, wie sich das weiterentwickelt, was Euch bei Eurem Aufenthalt in unserer Stadt besonders gefallen hat", war der Wunsch des Ersten Beigeordneten Gerhard Ballas, als er jetzt 39 Ferienkinder aus dem weißrussischen Shitkowitschi bei Tschernobyl während eines Empfangs im Rathaus mit Besonderheiten der Stadt Püttlingen bekannt machte. Die Kinder im Alter zwischen sechs und 13 Jahren verbrachten auf Einladung des Vereins "Kinder von Tschernobyl" seit dem 3. August bis zum 27. August Ferien im Saarland. Nach den Worten des Vorsitzenden Helmut Schmeer wurden die Kinder vorwiegend in Püttlinger Familien aufgenommen. Allerdings beteiligten sich auch Gastfamilien aus anderen Gemeinden, wie Riegelsberg oder Saarlouis, an der Ferienaktion. Den Auftakt zum Empfang bei Erfrischungsgetränken und Salzgebäck hatte Erster Beigeordneter Gerhard Ballas auf den Kardinal-Maurer-Platz verlegt. Hier erläuterte er den Gästen, die von drei Betreuerinnen begleitet waren, wie die "analematische Sonnenuhr" zwischen dem Fahnenensemble auf dem Platz funktioniert - Informationen, über die sich auch manche Gastgeber freuten, erfuhren sie doch hier einmal aus erster Hand, wie die Zeit abgelesen werden kann. Ballas schilderte das Gemeinschaftsleben in der Stadt und verdeutlichte, dass Püttlingen besonders stolz auf seinen Ruf als weltoffene Stadt sei. Zu dieser Weltoffenheit trage der Förderverein "Kinder von Tschernobyl" bei. Nach dem Empfang wurden die Gäste aus Weißrussland von Michael Müller durch das Saarländische Uhrenmuseum geführt, was ihnen sichtlich viel Freude bereitete. Der Verein "Kinder von Tschernobyl" hatte die Ferienreise finanziert und dafür 3000 Euro aufgewendet. Während ihres Aufenthaltes gab es unter anderem Ausflüge zum Petersberg, eine Nachtwanderung mit Grillen am ASV Fischweiher im Kesselfeld, Schwimmbad-Besuche, die Besichtigung der Großwaldbrauerei, einen Spielnachmittag bei der Evangelischen Frauenhilfe Püttlingen, das traditionelle Sommerfest am vergangenen Sonntag an der Edelweiß-Hütte und Ausflüge mit den Gastfamilien. Für den 26. September plant der Verein einen neuen Hilfstransport nach Weißrußland. Kleiderspenden können jeden ersten Dienstag im Monat in der Schalterhalle der Volksbank am Kardinal-Maurer-Platz, abgegeben werden.

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Öffentlicher Anzeiger, 01.09.2003